Frank Goyke | Wer bin ich? | Wer war ich? | Was habe ich getan?

»Der kleine Pariser«

Der erste Dietrich-Kölling-Krimi  

Hauptkommissar Dietrich Kölling wird von Hannover nach Leipzig versetzt, und er hat einige Mühe, mit dieser Stadt Freundschaft zu schließen. Doch zum Klagen bleibt keine Zeit. Der erste Fall wartet bereits auf Kölling: ein Junge namens Mark, der mit durchschnittener Kehle aufgefunden wurde. Die Ermittlungen führen Kölling mitten in die Szene Leipzigs. Und als ein weiterer Mord geschieht, beginnt es dort zu brodeln.

Goldmann Verlag München, 1999, ISBN 3-442-44222-2

»Grüße vom Boss«

Der zweite Dietrich-Kölling-Krimi

In Berlin, Prenzlauer Berg wird ein junger Ausreißer, der im Dschungel der Großstadt untertauchen wolle, erschlagen aufgefunden. Hauptkommissar Kölling ist ratlos - geriet der Junge in einen Streit zwischen Obdachlosen, oder steckt mehr dahinter? Als er durch Zufall auf die zweifelhaften Machenschaften eines gewissen Rutkowski, Boss einer Drückerkolonne, stößt, ahnt Kölling nichts Gutes, denn offensichtlich geht es in der straff geführten Organisation des angeblich seriösen Geschäftsmannes alles andere als harmlos zu.

Goldmann Verlag München, 1999, ISBN 3-442-44220-6  

»Schneller, höher, weiter«

Der dritte Dietrich-Kölling-Krimi

In Berlin leben sie Tür an Tür: korrupte Hinterbänkler, autonome Brandstifter, entfesselte Biedermänner - und Menschen wie der Sportmanager Jürgen Grützmacher, der Berlin für Olympia fit machen soll. Eines Tages erhält der zwielichtige Manager eine furchtbare Nachricht: Sein Sohn Robert wurde erschossen, und zwar höchstwahrscheinlich von einem Profikiller. Grützmacher flieht daraufhin. Dietrich Kölling hat allen Grund zu vermuten, daß dieses Attentat eigentlich dem Vater galt. So mancher wünscht dem alten Herrn den Tod. Der Roman führt in das zweifelhafte Milieu des Sports und des IOC.

Goldmann Verlag München, 2000, ISBN 3-442-44215-X

»Ruf doch mal an«

Der vierte Dietrich-Kölling-Krimi

Im Berliner Bezirk Hohenschönhausen hält ein Schockanrufer Kinder und Eltern in Atem. Der Mann ruft in den Nachmittagsstunden Kinder an und überredet sie, sich selbst Gewalt anzutun. Dabei ist er nicht zimperlich und setzt auch Drohungen ein, um zum Ziel zu kommen.

Dietrich Kölling und seine Mordkommission werden eines Tages während ihres Bereitschaftsdienstes nach Hohenschönhausen gerufen. Er elfjähriger Schüler wurde in einem Maisfeld aufgefunden, nackt und erdrosselt.

Wenige Tage später stirbt ein weiteres Kind. Kurz vor seinem Tod hat es noch telefoniert.

Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin, 1994, ISBN 3-929139-19-7

»Tegeler Trauerspiel«

Der fünfte Dietrich-Kölling-Krimi

Hauptkommissar Dietrich Kölling hatte einen Herzanfall und weilt zum Genesungsurlaub bei seiner Mutter in Hannover, wo er sich bevormundet fühlt und sich zugleich schrecklich langweilt. Jeder Strohhalm ist ihm recht, um nach Berlin zurückzukehren. Doch sein Kollege Becker und die Oberkommissarin Blissow schmeißen den Laden auch ohne den Chef. Außerdem sind sie nur mit Routinesachen beschäftigt. Die einzige Abwechslung ins tägliche Einerlei bringt eine junge Frau namens Anita Regorius, die behauptet, ihr Lebensgefährte sei in der Haftanstalt Tegel ermordet worden.

Das widerspricht den Ermittlungen von Kripo und Staatsanwaltschaft, die von Selbstmord ausgehen. Die Akte ist geschlossen, der Leichnam eingeäschert. Es gibt keinen Grund, den Fall noch einmal aufzurollen. Trotzdem kehrt Dietrich Kölling nach Berlin zurück. Währenddessen hat Becker Erkundigungen eingezogen, die er vor den Kollegen geheimhält. Dietrich Kölling seinerseits trifft sich unter konspirativen Umständen mit Anita Regorius. Irgendwie arbeitet sein ganzes Kommissariat heimlich an dem Fall, der keiner ist. Aber er wird ein Fall, als Anita Regorius ermordet wird.

In diesem Krimi gibt der »Quotenschwule« (so nennt Kölling ihn) Hans-Joachim Tangermann seinen Einstand.

Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin, 1994, ISBN 3-929139-23-5

»Dummer Junge, toter Junge«

Der sechste Dietrich-Kölling-Krimi

1996 von der Raymond-Chandler-Gesellschaft als bester deutschsprachiger Kriminalroman mit dem Krimipreis Marlowe ausgezeichnet (Many thanx to William Adamson, the head of all Chandlers!)

Den Berlinern steht der Heilige Abend bevor, aber für Dietrich Kölling ist das kein Grund zum Feiern, denn im Keller einer Weddinger Realschule wurde de 16jährige Schüler Stanko Poljic aufgefunden, an den Armen aufgehängt und aufgeschlitzt. Die Tatumstände deuten auf einen Ritualmord hin. Aber es gibt auch noch andere Spuren. Da ist der Schulhausmeister Winter, vor etlichen Jahren wegen brutaler Raubüberfälle verurteilt und mit hohen Schulden belastet, und dem Ermordeten fehlt das Portemonnaie. Da ist der 15jährige Mitschüler Dennis Garbowitz, der sich häufig mit Stanko geprügelt hat, angeblich wegen eines Mädchens. Schnell kommt heraus, daß Dennis und sein türkischer Kumpel Cem ihre Mitschüler mit Drogen versorgt haben. Doch der Fall wird komplizierter: Auf dem Platz vor der Schule wird ein erstochener Penner aufgefunden. Nichts paßt zusammen. Dennis Garbowitz, unter Mordverdacht stehend, flieht aus Deutschland. Aber auch die Familie des getöteten Poljic ist nicht mehr aufzufinden. Und die Toten häufen sich.

Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin, 1995, ISBN 3-89602-042-0

»Hexentanz«

Der siebente Dietrich-Kölling-Krimi

Auf dem Kollwitzplatz im Herzen von Berlin tanzen die Hexen. Die Walpurgisnacht soll eine lockere Fete werden, aber immer wieder stören die Linksautonomen das Fest und spielen Hase und Igel mit der Polizei. Diesmal jedoch wird einer der autonomen Streetfighter umgebracht, und zwar, wie es aussieht, aus den eigenen Reihen. Dietrich Kölling, der mit Linken nichts am Hut hat, nimmt eher lustlos die Ermittlungen auf. Was ihn am meisten ärgert: Auch der Staatsschutz fühlt sich bemüßigt, dummes Zeug abzulassen.

Bei der traditionellen Erste-Mai-Demo der Linken ist ein Großaufgebot von Kriminalpolizei vor Ort. Wieder wird ein Demonstrant ermordet. Und Kölling bekommt von den eigenen Leuten etwas auf den Kopf. Es ist klar, daß er nach mehreren Tagen im Krankenhaus diese Sache nicht auf sich beruhen läßt. Und so kommt er obskuren ABM-Unternehmen im Jugendsozialbereich auf die Spur, die Steuergelder verbrennen und nebenbei noch lukrativen Pornos drehen mit ihrer Klientel, die sie eigentlich betreuen sollen.

Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin, 1997, ISBN 3-89602-117-6

Die folgenden Dietrich-Kölling-Krimis sind auch auf Französisch erschienen:

Der kleine Pariser

unter dem Titel Le Petit Parisien

traduit de l’allemand par Brigitte Soelzer

«L’homme n’était pas n’importe qui, mais une institution. S’opposer aux instructions d’une institution était de la pure subversion. Face à une institution, aucune volonté propre n’était admise.»

L’homme se croit surtout investi d’une mission, celle d’exterminer les homosexuels de Leipzig, et «Le Petit Parisien» pourrait bien être sa prochaine victime. Cèst sans compter sur l’action conjuguée du commissaire Dietrich Kölling et de l’inspecteur Becker, vieux routier de l’ex-R.D.A.

Dans cette partie de chasse où l’on ne sait jamais très bien qui tranque qui, ce sera la mort, comme d’habitude, qui aura le dernier mot.

Fleuve noir, Paris, 1996, ISBN 2-265-05687-1

Ruf doch mal an

unter dem Titel Mortelle déviance

traduit de l’allemand par Marie Ollivier

De jeunes garçons d’un quartier de Berlin-Est sont terrorisés par les coups de fil d’un maniaque sexuel. Quand un enfant est retrouvé assassiné, et un autre suicidé, le commissaire Kölling et ses deux collaborateurs n’ont plus guère le loisir de deviser sur l’innocence perdue, d’autant que la liste des suspects s’allonge.

Fleuve noir, Paris, 1997, ISBN 2-265-05721-5

Tegeler Trauerspiel

unter dem Titel Vol au-dessus d’un nod de ripoux

traduit de l’allemand par Marie Ollivier

Toxicomanie en prison, «suicide» de détenus, collusion entre magistrature et le crime organisé: le modèle allemand en prend un sacré coup dans ce roman de Frank Goyke qui donne au récit d’investigation policière toute sa dimension «noire».

Dans ce Berlin de l’après-réunification allemande, le trio d’inspecteurs Kölling-Becker-Blissow a bien du souci.

Fleuve noir, Paris, 1998, ISBN 2-265-05723-1

Dummer Junge, toter Junge

unter dem Titel Mauvais garçon, garçon mort

traduit de l’allemand par Marie Ollivier

Un lycéen retrouvé pendu, un autre en fuite, et voilà le commissaire Kölling et son équipe à pied d’œuvre. Violence et drogue au lycée, délinquance et perte de repères: l’adolescence dont on parle ici n’est décidément pas le plus bel âge de la vie.

Fleuve noir, Paris, 1998, ISBN 2-265-05500-5

Weitere Romane:

»Felix, mon amour«

Stephan Kunert, Sachbearbeiter der Berliner Jugendgerichtshilfe, führt ein Doppelleben: Er ist schwul und liebt die Jünglinge, doch die Jungen, mit denen er von Amts wegen zu tun hat, sind für ihn tabu. Kunert hat sich sein Leben eingerichtet zwischen Behörde und nächtlichen Ausflügen in die Subkultur. Kaum etwas kann dieses Arrangement erschüttern; bis er den 16jährigen Felix vor Gericht vertreten soll.

Stephan Kunert verliebt sich Hals über Kopf. Er sucht auch privat die Nähe des Jungen. inszeniert Treffen außerhalb der Behörde. Seine Kollegen registrieren die ungewöhnliche Innigkeit in der Beziehung zwischen Sozialpädagogen und Klienten mit wachsendem Mißtrauen. Schließlich zwingen sie ihn zu einer folgenschweren Entscheidung: Für oder gegen Felix, für oder gegen den Job.

Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin, 1996, ISBN 3-89602-054-4

»Knaben Liebe«

Thriller

Der Journalist Schäfer sehnt sich seit Jahren nach einem menschlichen Körper. Er hat das Arbeiten, die Selbstausbeutung, aber er hat nicht das Lieben gelernt. Als ihm eine Arbeit mißlingt, geht er los, um seinen Traum zu verwirklichen. Die Folgen sind blutig.

In einem Berliner Außenbezirk wird ein elfjähriger Junge ermordet aufgefunden. Der routinierte Kriminalkommissar Matzack leitet die Untersuchungen. Als die Morde immer brutaler werden, geht er los, um selbst zum Täter zu werden. Ein Thriller über den Wahnsinn und mißglückte Versuche, ihm zu entkommen.

Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin, 1995, ISBN 3-89602-035-8

»Getreu bis in den Tod«

Kriminalroman (DIE-Reihe Band 220)

Zwei Kommissare vom Bundeskriminalamt, die in Wiesbaden auf der Abschußliste stehen, machen sich auf den Weg nach Rostock: ein ungleiches Paar, der smarte Winkelmann, der Designerbrille trägt, und die überaus rundliche Barbara Riedbiester, die vorsorglich den nötigen Bierbüchsenvorrat ins Auto lädt. Ihr Auftrag: Aufklärung eines Brandanschlags auf ein Asylbewerberheim. Auch politisch ein sehr heißes Eisen. Doch nützt das Großaufgebot an Beamten wenig, denn die haben sehr unterschiedliche Auffassungen und zum Teil mehr mit Verschleiern aus mit Aufklären zu tun. Und viel zu spät merken sie, daß neues Unheil aufzieht.

Verlag Das Neue Berlin, 2000, ISBN 3-360-01220-8

»Heldenschlacht«

Kriminalroman

In diesem Roman geht es um die Aufklärung eines fast in Vergessenheit geratenen Verbrechens einer Gruppe von Marine-Ofiziersanwärtern. Vor 23 Jahren herrschte Kalter Krieg, man wurde noch mit anderen Vorstellungen und Intentionen Marineoffizier als heute. Es sind sechs junge Männer, die in Anlehnung an einen berühmten Western selbsternannten Glorreichen Sechs, die in der Marineschule Flensburg-Mürwik den Offiziersgrundlehrgang absolvieren. In einer Nacht auf Landgang gescheiht etwas, woran sich der heutige Privatdetektiv Jacob Lindemann nur vage erinnert.

Der Selbstmord des ehemaligen Freundes Bruon Babendererde läßt die Glorreichen Sechs nach langen Jahren der Trennung wieder zusammenkommen. Jacob stürzt sich in die Suche nach dem Motiv für Brunos Suizid. Was er dabei findet, gefällt ihm überhaupt nicht.

Rake Verlag, Kiel, 2001, ISBN 3-931476-32-4  

Erzählungen in Anthologien

»Der Wachmann und das Mädchen«

Kriminalerzählung in »Berlin noir«, S-Bahn-Geschichten, Rotbuch Verlag, Hamburg, 1997, ISBN 3-88022-433-1

»Geburt und Sterben im Tierreich«

Kriminalerzählung in »Kaltblütige Steinböcke«, Astrokrimis, Ullstein Verlag, Berlin, 2001, ISBN 3-548-25183-8

»Wut und Zärtlichkeit des Meeres«

Liebesgeschichte in »Samtnächte. Geschichten von Liebe und Kerzenschein«, Knaur Verlag, München, 2000, ISBN 3-426-61845-1  

Sachbücher

»Horst Schimanski. Tatort mit Götz George. Das große Buch für Fans«

(Gemeinsam mit Andreas Schmidt)

Er ist der populärste Kommissar der ARD-Krimireihe »Tatort«: Horst Schimanski, dargestellt von Götz George. Millionen Zuschauer lieben ihn, aber er wurde auch geschmäht und gehaßt für sein ruppiges Auftreten, seine Kraftwörter, sein Outfit. Gerade aber sein Parka wurde als Schimanski-Jacke berühmt - und Schimanski wurde das Idol einer ganzen Generation.

In 29 Folgen kämpfte der Mann mit der rauhen Schale und dem weichen Kern in Duisburg für die Gerechtigkeit, wie er sie verstand. Ihm zur Seite stand dabei der unvergessene Christian Tanner, dargestellt vom verstorbenen Eberhard Feik.

Dieses Buch läßt noch einmal alle Schimanski-Filme Revue passieren, und es betrachtet das Phänomen des Kommissars Horst Schimanski von allen Seiten. Wichtige Mitstreiter - Kollegen, Autoren und Regisseure - äußern sich zu ihrer Arbeit für Schimanski. Zahlreiche großformatige Abbildungen und ein ausführliches Exklusiv-Interview mit Götz George runden den Band ab.

Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin, 1997, ISBN 3-89602-131-1

»Al Bundy. Eine schrecklich nette Familie. Das große Buch für Fans«

Eine schrecklich nette Familie ist die erfolgreichste Sitcom aller Zeiten. Dieses Buch läßt alle 11 Staffeln der Kultserie Revue passieren, mit Angaben zum Inhalt, vielen Abbildungen und natürlich den besten Sprüchen von Al und Peggy, vbon Bud und Kelly, von Marcy und Steve.

Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin, ISBN 3-89602-118-4

»Klarkommen mit dem Einkommen. Private Haushalts- und Kreditplanung«

Wie komme ich mit meinem Lohn aus - und wie schaffen es andere? Dieses Buch zeigt Wege auf. Ob Familie mit Kindern, alleinerziehende Mutter, Ehepaar ohne Kind, Lehrling oder Studentin - eine ehrliche und realistische Haushaltsplanung kann helfen, daß die finanzielle Situation nicht aus dem Fugen gerät.

Orell Füssli Verlag, Zürich, 2000, ISBN 3-280-02646-6

»Das Lexikon rund ums Geld«

Geld regiert die Welt, heißt es. Und tatsächlich wird das gesamte moderne Wirtschaftsleben in hauptsächlichem Maße von den internationalen Geld- und Kapitalströmen bestimmt, so wie auch das Leen des Einzelnen maßgeblich vom Geld beeinflußt wird.

Dieses Lexikon behandelt das Thema Geld in einer umfassenden Weise. Es widmet sich ausführlich der Geschichte des Geldes und der verschiedenen Zahlungsmittel, es erklärt die Herkunft der wichtigsten Währungen und die Herstellung von Geld. Der Wertpapierhandel, die Börse, die geldwerten Rechte an Grund und Boden, das Bankwesen, das Vererben und Erben werden ebenso behandelt wie praktische Alltagsfragen, die in einem Zusammenhang zum Geld stehen.

Lexikon Imprint Verlag,,Berlin, ISBN 3-89602-288-1

Unter dem Pseudonym Hans van Gulden erschienen die folgenden drei Kriminalromane:

»Schöne Bürger«

Der schwule jüdische Schriftsteller Martin Roth hat seiner Heimatstadt Philadelphia den Rücken gekehrt und lebt seit Jahren in Berlin, um Material für ein neues Buch zu sammeln. Seine exzessiven Ausflüge in die Berliner Sub lassen ihn jedoch das Buch und den wartenden Verleger vergessen.

Roth erfährt, daß sein Intimfeind und Ex-Lover Justus von Damm, Maler und Salonlöwe, mit Blausäure vergiftet worden ist. Die Mutter des Malers, die Industrielle Sophie von Damm, wird verdächtigt, ihn im Liebeswahn umgebracht zu haben. Das Gericht weist sie in die Geschlossene ein.

Der Anwalt der mutmaßlichen Täterin übermittelt Roth den Auftrag, die Unschuld der Mutter zu beweisen. Roth, in chronischen Geldnöten, nimmt an.

Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin, 1993, ISBN 3-929139-12-X

»Amok und Koma«

Martin Roth, seit Jahren in Berlin lebender erfolgloser Autor, arbeitet verzweifelt an einem Roman, kommt aber nicht voran. Um sich über Wasser zu halten, verfaßt er Kolumnen für mehrere Berliner Zeitungen. Sein Lieblingsthema ist der Umgang der Deutschen mit Juden.

Eines Tages verspricht ein anonymer Anrufer Martin Roth bisher unbekannte Dokumente aus dem Ghetto Litzmannstadt. Roth soll zu einem konspirativen Treffen ins Hotel Hilton kommen.

In der Lobby wartet Roth vergeblich. Erst in seiner Wohnung findet er später die angekündigten brisanten Akten. Kurz darauf steht die Kripo vor seiner Tür. Im Kalkwerk Rüdersdorf wurde ein unbekannter Toter gefunden, der einen Zettel mit Roths Adresse in der Manteltasche hat.

Dann wird auch noch Roths Freund Nigel entführt.

Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin, 1993, ISBN 3-929139-16-2

»Mazze und Mensur«

Martin Roth, schwuler jüdischer Schriftsteller mit schrecklichem horror vacui, geboren in Philadelphia und aufgewachsen in New York, gerät in Berlin wieder mal zwischen alle Fronten.

Renommierte alte Ärzte mit KZ-Vergangenheit, Burschenschaftler, Neonazis, linke Studenten, die russisch-jüdische Mafia und ein dicker Kriminalkommissar setzen ihm zu, bis er seine Lektion gelernt hat: Die Vergangenheit ist nicht tot, sondern tödlich.

Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin, 1998, ISBN 3-89602-130-3


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